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Angststörungen machen krank

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Die Informationen und Inhalt stammen aus dem Buch „Ich habe Angst“ von Charles und Marie-Claire Pull-Erpelding. Sie werden mit freundlicher Genehmigung der Editions Saint-Paul zur Verfügung gestellt.

ISBN: 9789995920272
Erschienen: 2018

Einen herzlichen Dank an die Autoren Charles Pull und Marie-Claire Pull-Erpelding, die sich von Anfang an unterstützend bereit erklärt haben, ihre Texte für diese Internetseite zur Verfügung zu stellen. Ein großes Dankeschön auch an den Verleger, Wolf von Leipzig, und an die Editions Saint-Paul, die uns es ermöglicht haben, Teile der Inhalte des Buches „Ich habe Angst“ kostenlos für diese Internetseite benutzen zu dürfen.

Über das Buch „Ich habe Angst“

Das Buch will Menschen helfen, die an einer Angststörung leiden. Helfen zu verstehen, was mit ihnen los ist. Helfen einzusehen, dass viele Menschen das gleiche Problem haben. Helfen zu begreifen, dass ihnen geholfen werden kann. Helfen den Mut aufzubringen, sich helfen zu lassen.

Das Buch kann und will jedoch Hilfe von professioneller Seite, an erster Stelle von Ärzten und Psychologen, nicht ersetzen.

Das Buch wurde von einem Psychiater und einer Psychologin geschrieben, die beide eine Zusatzausbildung in kognitiver Verhaltenstherapie haben. Es beschreibt an erster Stelle kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren. Diese Verfahren sind leicht zu erlernen. Sie sind nachweislich wirksam. Sie sind nachweislich nicht schädlich.

Das Buch weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es andere Behandlungsmethoden gibt. Es gibt andere Psychotherapien, die bei Angststörungen eingesetzt werden können. Die wichtigsten werden kurz beschrieben. Dieses Buch ist jedoch kein Buch über diese anderen Psychotherapien. Es kann Bücher über diese anderen Therapien nicht ersetzen.

Es gibt Medikamente, mit denen Angststörungen erfolgreich behandelt werden können. Medikamente können eine Alternative zur kognitiven Verhaltenstherapie bei Angststörungen sein oder zusätzlich zu einer Verhaltenstherapie eingesetzt werden. Sie sind oft nützlich. Sie sind nicht immer unentbehrlich.

Welche Behandlung für jeden einzelnen Patienten/Klienten die beste ist, sollte immer ausführlich vom Arzt/Psychologen begründet und zusammen mit dem Patienten/Klienten beschlossen werden.

Was steht in diesem Buch?

Teil 1 Was wissen wir über Angst und Angststörungen?

Was sind die Grundlagen unseres derzeitigen Wissens über Angst und Angststörungen? Ab wann wird aus einer Phobie eine phobische Angststörung? Was spielt sich im Gehirn ab, wenn wir Angst haben, und wo? Welche Angststörungen gibt es, und wie bestimmen Spezialisten ihren Schweregrad? Von welchen körperlichen und psychischen Störungen müssen sie unterschieden werden? Wie häufig sind sie? Wie kann man sie rechtzeitig erkennen? Was sind ihre Komplikationen?

Teil 2 Was wissen wir über Panikattacken und Phobien?

Ab wann sprechen Spezialisten von einer Panikattacke, einer Panikstörung, einer Agoraphobie oder einer sozialen Phobie? Was können Betroffene von Spezialisten erwarten und wie können sie sich selbst helfen? Behandlung und Selbsthife werden kurz erläutert. Für eine ausführliche Beschreibung der Behandlung wird auf Teil 4 und Teil 5 verwiesen.

Teil 3 Was wissen wir über die anderen Angststörungen?

Was ist eine Zwangsstörung? Eine allgemeine Angststörung? Eine post-traumatische Belastungsstörung? Eine Störung mit Trennungsangst? Was können Betroffene von Spezialisten erwarten und wie können sie sich selbst helfen? Behandlung und Selbsthife werden auch hier nur kurz erläutert. Für eine ausführliche Beschreibung der Behandlung wird auf Teil 4 und Teil 5 verwiesen.

Teil 4 Kognitive Verhaltenstherapie

Die Behandlung von Angststörungen beruht vor allem auf Interventionen aus der Kognitiven Verhaltenstherapie. Verhaltenstherapeutische Interventionen helfen Betroffenen, besser mit ihrer Angst umzugehen, sie nicht zu vermeiden, sondern sich ihr zu stellen. Kognitive Interventionen leiten dazu an, ängstliche Gedanken (Kognitionen) zu überprüfen, sie in Frage zu stellen und umzudenken. Dies geschieht mit Hilfe einer Technik, die man kognitive Umstrukturierung nennt.

Teil 5 Andere (Psycho-) Therapien

Neben der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie gibt es viele andere Therapien, die bei der Behandlung von Angststörungen eingesetzt werden können. Hierzu gehören die Behandlung mit Medikamenten, „Dritte Welle“, psychodynamische/psychoanalytische, systemische, positive und andere Psychotherapien. Andere Therapien, insbesondere Kunsttherapie, Sport, Yoga, können die eben genannten Psychotherapien sinnvoll ergänzen. Eine besondere Bedeutung kommt der Behandlung in Gruppen zu.

Teil 6 Adressen und andere praktische Tipps

Der letzte Teil beinhaltet 12 Wegweiser, die Betroffenen helfen sollen, aus ihrer Angststörung auszubrechen. An wen sollen sie sich wenden, um Rat und erste Hilfe zu erhalten? Wo finden sie professionelle Hilfe? Was ist ein Psychotherapeut und was sollte man über das Psychotherapeutengesetz wissen? Wo findet man Verständnis und Unterstützung? Was kann man von Informationen und Therapieprogrammen aus dem Internet erwarten? Wie findet man den richtigen Therapeuten? Wie können Angehörige und Freunde helfen? Das Buch schließt mit der ausführlichen Beschreibung – Sitzung für Sitzung – einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung einer Phobie.

An wen richtet sich das Buch?

Dieses Buch richtet sich an alle Menschen, die direkt oder indirekt mit einer Angststörung zu tun haben: Menschen, die an einer Angststörung leiden, Menschen, die ihnen helfen wollen, Menschen, die mehr über Angststörungen wissen und verstehen möchten. In anderen Worten, dieses Buch richtet sich an uns alle.

Es richtet sich an erster Stelle an all diejenigen, die an einer Angststörung leiden. Es will ihnen erklären, was mit ihnen los ist, was sie tun können, um aus ihrer Angst herauszufinden, und was sie unternehmen sollen, um Rückfälle in die Angst zu vermeiden.

Es richtet sich an zweiter Stelle an die Angehörigen und Freunde von Menschen, die an einer Angststörung leiden. Es will ihnen helfen zu verstehen, was eine Angststörung ist und wie sie ihren Lieben am besten während und nach einer Angststörung helfen können.

Es richtet sich an dritter Stelle an die Verantwortlichen von Betrieben und Unternehmen, die wissen wollen, weshalb Menschen während einer Angststörung oft arbeitsunfähig sind, und was sie dazu beitragen können, um eine Angststörung zu verhüten oder Rückfälle in die Angst zu vermeiden.

Es wendet sich an vierter Stelle an alle, die sich in der Ausbildung zu einem Gesundheitsberuf befinden und direkt mit der Erkennung und Behandlung von Angststörungen zu tun haben werden. Hierzu gehören zukünftige Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger/-pflegerinnen, Sozialarbeiter und viele andere mehr.

Es richtet sich nicht zuletzt an all diejenigen, die zwar keinen Gesundheitsberuf ausüben, aber auf Grund ihres Berufs immer wieder mit dem Thema Angst und Angststörung, seiner Entstehung und Verhütung, zu tun haben, insbesondere an Lehrer und Professoren, Journalisten, Politiker, Seelsorger und Polizisten.

Die Autoren

Charles Pull ist Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut. Er hat eine Ausbildung als kognitiver Verhaltenstherapeut. Er ist „professeur associé“ an der Universität Luxemburg, wo er seit 2014 an der Ausbildung zum Master in Psychotherapy mitarbeitet. Er hat an den Universitäten von Paris (Sorbonne), Straßburg, Brüssel, Louvain-la- Neuve, Liège und Wien unterrichtet und arbeitet auch weiterhin als Ausbilder in kognitiver Verhaltenstherapie an der Universität Lyon (DIU), dem Institut Francophone de Formation et de Recherche en Thérapie Comportementale et Cognitive (IFFORTHECC) in Aix-les-Bains und dem Institut Marocain de Thérapie Cognitive et Comportementale (IMTCC) in Casablanca. Er ist einer der Autoren der ICD-10 und hat an der Übersetzung des DSM-III, des DSM-III-R, des DSM-IV, des DSM-IV-TR und des DSM-5 mitgearbeitet. Er hat über 200 wissenschaftliche Artikel in internationalen Zeitschriften und Büchern veröffentlicht. Er arbeitet zurzeit weiter als „médecin coopérant“ im CHL sowie in seiner Privatpraxis.

Marie-Claire Pull-Erpelding ist klinische Psychologin und Psychotherapeutin. Sie hat eine Ausbildung als kognitive Verhaltenstherapeutin und Zusatzausbildungen in Hypnose, systemischer Kurzzeittherapie und EMDR. Sie hat Psychologie an der Universität Paris VII studiert und ihre Doktorarbeit in Psychologie an der Universität Paris V über die klinischen Diagnosekriterien der Schizophrenie geschrieben. Sie hat in Louvain-la-Neuve an der Université Catholique de Louvain ihre Ausbildung als kognitive Verhaltenstherapeutin abgeschlossen. Sie hat an der Übersetzung der ICD-10 ins Französische mitgearbeitet und mit drei Kollegen die Übersetzung des DSM-III, des DSM-III-TR, des DSM-IV, des DSM-IV-TR und des DSM-5 ins Französische koordiniert. Sie arbeitet seit 2014 an der Ausbildung zum Master in Psychotherapy der Universität Luxemburg mit. Nachdem sie 35 Jahre als Psychologin im Service de Psychiatrie des CHL sowie mehr als zehn Jahre als Consultante im Service Médical des Europäischen Parlaments war, arbeitet sie zurzeit weiter in ihrer Privatpraxis.

Was ist eine Angststörung

Angststörungen sind psychische Krankheiten, bei denen Menschen unter ausgeprägten und anhaltenden Ängsten leiden die jedoch unbegründet oder übertrieben sind. Die Ängste verursachen bedeutsames Leiden oder führen zu deutlichen Beeinträchtigungen im täglichen Leben...
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Welche Angststörungen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Angststörungen, die durch unterschiedliche Symptome gekennzeichnet sind, unterschiedlich häufig auftreten und häufig auch einen unterschiedlichen Verlauf nehmen...
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Wie werden Angststörungen behandelt?

Heutzutage können Angststörungen im Rahmen einer Psychotherapie gut behandelt werden. Neben der Psychotherapie können je nach Krankheitsbild außerdem Medikamente angezeigt sein...
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Was können Angehörige tun?

Ebenso wie andere psychische Erkrankungen werden Angststörungen von der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen und aus Unkenntnis oft missverstanden. Wie alle kranken Menschen benötigen auch an einer Angststörung erkrankte Personen von ihrer Umgebung Verständnis und Unterstützung...
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