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Angststörungen machen krank

Selbsthilfegruppen und Internetforen

Verständnis und Unterstützung suchen und finden Menschen, die an einer Angststörung leiden, am besten zuerst bei Verwandten und Freunden. Es kommt jedoch auch vor, dass die nächsten Bezugspersonen sich von diesen Problemen überfordert fühlen oder dass Betroffene sich schämen, mit Angehörigen oder Freunden über ihre Probleme zu reden. In solchen Fällen können sie auf Selbsthilfegruppen zurückgreifen oder auf Diskussionsgruppen, so genannte „Foren“, im Internet.

Selbsthilfegruppen in Luxemburg

In Luxemburg gibt es zwei Selbsthilfegruppen, die sich mit Angststörungen beschäftigen: die L.A.S.H. a.s.b.l. und die Panik.lu. Beide Gruppen sind für Frauen und Männer aus allen Gesellschaftsschichten, die an krankhaften und irrationalen Ängsten leiden. Die Betroffenen treffen sich regelmäßig, um sich mit ihren Panikattacken, Phobien und/oder Zwängen auseinanderzusetzen und in Eigenverantwortung etwas dagegen zu tun. Der Austausch der eigenen Erfahrungen mit anderen Betroffenen soll Kraft und Hoffnung geben, neuen Halt bieten, Vertrauen und Sicherheit aufbauen und dazu beitragen, die soziale Isolation abzubauen. Die gegenseitige Unterstützung und Begleitung soll ermöglichen, die Probleme ehrlich zu erkennen, offen anzusprechen, um dann in der Gemeinschaft, mit viel Mut und Eigeninitiative, Verantwortung für sich und die Erkrankung zu übernehmen und sich auf neue Wege zu begeben. Die Gruppen sehen sich nicht als Konkurrenz zu Professionellen. Nach eigenen Aussagen ersetzt die Teilnahme an der Gruppe keinesfalls eine Therapie. L.A.S.H. und Panik.lu sehen sich vielmehr als Ergänzung zu professioneller Hilfe. Beide Organisationen unterhalten eine Website mit wichtigen Informationen über Angststörungen. Betroffene können die Betreiber der Seiten per Telefon oder E-Mail kontaktieren.

Lëtzebuergesch Angscht Stéierungen Hëllef a Selbsthëllef (L.A.S.H. asbl)

Tél : 59 45 90
B.P. 17, L-3205 Leudelange
www.lash.lu
secretariat@lashasbl.lu

Panik.lu

Tél: 691 121 718
www.panik.lu
panik@pt.lu

Internetforen

Neben den „in vivo“-Selbsthilfegruppen, deren Mitglieder sich direkt treffen, gibt es im Internet virtuelle Plätze, wo Menschen, die an einer Angststörung leiden, ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig beraten können. Die Fragen und Antworten werden in einem Archiv aufbewahrt, wo sie von den auf der zuständigen Internetseite eingetragenen Mitgliedern frei besichtigt werden können. Virtuelle Selbsthilfegruppen bieten oft auch die Möglichkeit, in Echtzeit mit anderen Betroffenen in sogenannten Chatrooms in Verbindung zu treten. Neben dem ursprünglichen Textchat gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit der Kommunikation durch Audiochat und Videochat.
In einem Internetforum sehen sich die Mitglieder nicht und haben auch sonst keinen direkten Kontakt miteinander. Um an einem Forum teilnehmen zu können, muss man sich üblicherweise registrieren und ein Konto eröffnen, die Charta des Forums beachten und sich unter einem Pseudonym eintragen. Es genügt fortan, sich mit seiner Internetadresse anzumelden und mit seinem Passwort einzuloggen.

Internetforen sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Ernsthafte Foren geben Auskunft darüber, wer sie geschaffen hat und wer sie als Webmeister weiterhin betreibt und moderiert. Als beispielhaft für ein „seriöses“ Forum im deutschsprachigen Gebiet kann das unter der Internet-Adresse forum.angst-und-panik.de eingetragene Forum gelten. Es gibt an, von wem es betrieben, bearbeitet und moderiert wird. Es obliegt einer Registrierung von jedem, der daran teilnehmen will, und es verlangt von den Teilnehmern gegenseitigen Respekt.

www.forum.angst-und-panik.de

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